Südtirol - Vinschgauer Kastanienverein
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Unsere Lehrfahrten:

  1. Lehrfahrt in die Schweiz Nov. 2010
  2. Lehrfahrt nach Castiglione dei Pepoli (Bo) Dez. 2010
  3. Lehrfahrt in die Valsugana am 11.09.2010
  4. Lehrfahrt in die Weststeiermark vom 10. bis 12. November 2009
  5. Besuch Kastanienweg in Völlan am 24. Oktober 2009
  6. Bericht und Bilder der Lehrfahrt nach Labers - Burgstall vom 13.09.08.

Zu 1.) 

 Kastanienlehrfahrt in die Schweiz - Nov. 2010

Vom   9. bis zum 11. November 2010 veranstaltete der Kastanienverein „Keschtnriggl“ aus dem Burggrafenamt eine Lehrfahrt in die Schweiz nach Küssnacht, zum Vierwaldstätter See.
Eingeladen wurden wir von der  Schweizer Kastanieninteressengemeinschaft „Pro Kastanie Zentralschweiz“, die vor zehn Jahren ins Leben gerufen wurde und seither den Anbau der Kastanie wieder beleben möchte. Diese Interessengemeinschaft hat bis jetzt 80 Mitglieder, gibt jährlich die „Cheschtene Zytig“ heraus und betreibt eine Internetseite (
www.kastanien.net) .

 
Josef Wäldis                          Hanspeter Rust - Buda genannt

 Früher, so der Präsident   Josef  Wäldis, gab es in der Zentralschweiz  an die 3000 ha Kastanienhaine besonders an den Südhängen, die dann aber während der kleinen Eiszeit, besonders aber in der zweiten Hälfte, von Mitte 17. bis 19 Jhd.  derart darunter litten, daß bis heute nur noch spärliche Reste der einstigen Kastanienkultur erhalten sind. Die verbliebenen Kastanienbäume wurden von Waldbäumen überwuchert und so mußten erst die restlichen Altbestände mühsam erhoben und bis jetzt wurden 14 Projekte zur Revitalisierung dieser Haine gestartet und finanziell vom „ Verbundprojekt Kastanie Zentralschweiz“ abgesichert. Dies soll natürlich nur der erste Schritt sein, und es ist zu hoffen, dass es gelingen möge,  dass  weitere folgen. Sortenerhebung (bis jetzt ca. 20 Sorten) und neues Pflanzmaterial  sind auch nicht zu vergessen.

Kastanienprojekt "Rufiberg Sommerweid"
Am ersten Tag besuchten wir nachmittags das Kastanienprojekt  „Rufiberg Sommerweid“. Auf einer Fläche von ca. 1 ha sind von 7 Altbäume und es wurde noch ca. 50 Bäume nachgepflanzt.

Auf dem Rufiberg mit Bewirtschafter Paul Inderbitzin (rechts)


Danach besuchten wir noch den Baumschuler  Anton Sidler, der uns seine kleine Baumschule mit Kastanienbäumchen zeigte.

Bauer und Baumschuler Anton Sidler mit den veredelten Kastanienbäumen


Nach dem Abendessen gab es eine kleine Überraschung.  Der Schweizer Jodlerchor Weggis, wo auch unser Gastgeber, Herr Josef Wäldis mitsingt, gab uns einige Lieder zum Besten.

Jodlerchor Weggis


Am nächsten Tag besuchten wir  Vormittag den „Zimmeriwald“  mit dem Förster Matthias Tanner in Luzern/Adlingenwil, wo wir einen  Hang mit etwas Altbestand vorfanden, der mit einigen Neupflanzungen aufgestockt wurde. Weiters wurde weiter oben ein Kastanienhain neu angelegt.

Förster Matthias Tanner (mit blauer Jacke) und Altbestand mit NeupflanzungenIm Gasthaus zum Löwen in Rickenbach konnten wir  einheimische Küche genießen (Züricher Rösti ). Am Nachmittag machten wir einen Abstecher nach Luzern, wo wir die Stadt besichtigen konnten.


In Luzern mit Brücke und Wasserturm, Marronibrater sind hier überall zu finden.Auch das „Raclett“ mit Schweizer Käse durfte natürlich nicht fehlen und so konnten wir am Abend auch diesen Genuss erleben.  Auch einen Film über den jährlich stattfindenden Nikolausumzug in Küssnacht mit einer kleinen Bescherung ließ uns schon einen Hauch der herannahenden Weihnachtszeit spüren.



Am letzten Tag vormittags besuchten wir wohl  das größte noch vorhandene Kastanienhain, die „Chesteneweid“ in Weggis. Dabei handelt  es sich um einen  4,8 ha großem alten Kastanienhain mit Beweidung mit  ca. 90 Altbäume und noch mal die gleiche Zahl an Neupflanzungen.

Chesteneweid (Weggis), Projektleiter Andreas Rudow (links) u. Josef Wäldis (rechts)Reich an Erlebten und Gesehenen traten wir den Heimweg an und wir sind voll des Lobes über die Schweizer Gastfreundlichkeit. Besonders Hanspeter Rust, den alle Buda nennen und der Josef Wäldis waren immer mit Schweizer Pünktlichkeit bestrebt, uns ein gute Zeit hier bei ihnen zu organisieren, vielen Dank.


Auf der Heimfahrt kehrten wir noch bei  der Schwarzen Madonna von Einsiedeln (im Bild) ein, um ihren Segen zu erbitten und danken für die schöne Reise und das nette Miteinander.

Bericht über eine Tagesfahrt nach Castiglione dei Pepoli - Dez. 2010

Fünfzig Kilometer unter Bologna auf den Hügeln des Apennins erstreckt sich das Dorf Castiglione dei Pepoli und wie der Name schon sagt, hat es etwas mit Kastanien zu tun. Rund um das Dorf sind überall Kastanienwälder und auch viele Kastanienhaine bepflanzt mit „Marroni-Bäume“. In den Wäldern wachsen die „wilden“ Kastanien, aus denen im Dorf jedes Jahr  gemeinsam das Kastanienmehl gemacht wird.

An der Theke des Feinkostladens der Centro Frutta Castiglione, auf dem Bild im Hintergrund Castiglione


Eingeladen wurden wir vom Besitzer des „Centro frutta castiglione“, Giancarlo Elmi, der einen Feinkostladen mit vielen Spezialitäten aus der Region und mit Gemüse und Obst führt.  Weiters verkauft er auch Kastanien aus dem Gebiet an den Großhandel weiter.

Links,  Bildmitte Giancarlo Elmi,  rechts verpackte Marroni Nando


Die Marken über die die Firma die Kastanien verkauft, heißen  „Nando für Marroni und  „Nella“ für gewöhnliche Kastanien. Auch bei uns kann man sie kaufen.
Besonders Interesse hatten wir an der Konservierung der Kastanien.  Dabei werden sie von den Bauern angeliefert und Elmi kauft sie je nach Qualität für einen bestimmten Preis (meist zwischen 2  und 3 Euro je kg). Dann werden sie sortiert und nach Größen getrennt. Danach kommen sie ins Wasserbad für 5 bis 10 Tagen (meist Großkisten oder auch große Tanks). Danach werden sie in große Holzkisten zum Trocknen geschüttet, die mit dem Gabelstapler transportiert werden können und von unten entleer werden. So können sie auch umgeschüttet werden, was für Kastanien wichtig ist.


Links oben Holzkiste zur Trocknung der Kastanien, unten Förderband zur Qualitätsauslese.

Sind Bestellungen da, werden die Kastanien versandbereit in Netzen abgefüllt. Dabei werden die Schlechten und „Erstickten“, Wurmigen  usw. auf einen Förderband händisch getrennt. Die „schlechten“ Kastanien werden zu Kastanienmehl verarbeitet.


Links rotierende Sortiermaschine, rechts Bild mit Kastanienmehl

Vor dem Abfüllen in die Netze werden sie von Bürsten  poliert, dass sie schon glänzen. Über einer Abfüllanlage mit Waage können verschiedene Verpackungsgewichte abfüllt werden. Zuletzt wird das Netz oder der Jutesacke mit einer Nähmaschine zugenäht. Jetzt sind die Kastanien versandfertig.
Er bietet verschiedene Größen an. 60/70, 70/80, 80/90 und 90/100. Der Verkaufspreis beträgt 3 bis 5 Euro je kg.

Nach der Betriebsbesichtigung war die „Battatura“ an der Reihe. In Castaglione gibt es eine Vereinigung, die Kastanienmehl macht. Sie betreiben ein „Trockenhäuschen“ für die Kastanien. Dabei werden wilde Kastanien im Kastanienwald gesammelt und ins Obergeschoß es Häuschens zum Trocknen gegeben. Danach wird 40 Tage lang zweimal am Tag Feuer darunter gemacht. Dann kommt der Tag der „Battatura“, wo sie geschält werden.

Die "Battatura" wird heute mit einer eigenen Maschine gemacht.

 Heute von einer Maschine, früher wurden sie in einen Sack gegeben und auf etwas Hartem geschlagen, bis sie geschält waren.  Dieser Tag ist für diese Vereinigung so etwas wie die jährliche Abschluß und dabei gibt es Essen und Trinken für alle Beteiligten, so wie ein kleines Volksfest.

Gemütlicher Beisammensein nach getaner Arbeit.

 In den nächsten Tagen werden die geschälten und getrockneten Kastanien in einer Mühe zu Kastanienmehl  vermahlen. Dieses Mehl wir teilweise verkauft und teilweise an die Mitarbeiter als Lohn für die Arbeit verteilt. Mit dem Verkauf des Mehles werden die Spesen gedeckt.

Vor dem Geschäft von Elmi Giancarlo          

 Kastanienlehrfahrt in die Val Sugana  - Sept. 2010

Wie jedes Jahr, so veranstaltete der „Vinschgauer Kastanienverein“ auch heuer wieder eine Lehrfahrt für seine Mitglieder. Die Fahrt ging heuer ins Val Sugana nach Roncegno und nach Torcegno, um die dortige Kastanienvereinigung zu besuchen und einiges über den dortigen Kastanienanbau zu erfahren.

Obmann Kofler Paul mit der Kastanienvereinigung von Roncegno mit Beniamino Froner ganz rechts.

Am Samstag, 11. September 2010 war es so weit. Nach der Fahrt trafen wir gegen 9.00 Uhr in Roncegno ein und wurden vom dortigen Präsidenten der Kastanienvereinigung Beniamino Froner herzlich empfangen und gleich zu einen „Halbmittag“ mit Kastanienspezialitäten und regionalen Produkten eingeladen. Besonders in Öl gebackene Kastanienbällchen und die Kastanientorte bekamen besonderes Lob.

 Logo des dortigen Kastanienvereins

Danach ging es weiter nach Torcegno, wo uns Beniamino durch die dortigen Kastanienhaine führte und uns über die Geschichte und den momentanen Stand der Kastanie uns informierte. Jahrhunderte alte Baumriesen spendeten uns an diesen wunderbaren Spätsommertag Schatten und gaben dem Ganzen eine tolle Atmosphäre.

Mittag wurde im nahegelegenen Gasthaus „Negritella“ gegessen, wo uns der Hausherr und Koch zu einen reichlichen Menü einlud.

Nach dem Essen fuhren wir weiter in das „Val di Sella“ im Süden von Borgo um die Arte Sella zu besuchen. In diesem Seitental der Val Sugana auf ca. 1500 Höhenmetern wurden verschiedene Kunstobjekte entlang eines Forstweges zur „Malga“ angelegt, die man unterwegsbesichtigen konnte und sich inspirieren lassen konnte.

Einige Kunstobjekte der "Sellarte"

Voll neuen Eindrücken brachen wir gegen Abend die Heimreise an, wo sich noch jeder bei einer gemütlichen „Houngart“ im Bus den Tag ausklingen lassen konnte.


 

Zu 3.)  Lehrfahrt in die Weststeiermark vom 10. bis 12. November 2009

Der Kastanienverein "Keschtnriggl" machte seine heurige Kastanienlehrfahrt in die Weststeiermark. Ziel dieser Fahrt war es, die Weststeiermark,  auf der Schilcherweinstraße zu erkunden. Der "Schilcher" ist der dort angebaute Wein aus der Rebsorte Blauer Wildbacher gewonnen wird.

Blick von der Burg Deutschlandsberg auf die Bezirkshauptstadt Deutschlandsberg.

Unser erster Besuch statteten wir der Landwirtschaftsschule "Erzherzog Johann" in Stainz ab.

Dort wurden wir vom Direktor Dipl. Ing. Johannes Schantl begrüßt. Schantl ist auch Obman des Vereins zur Erhaltung und Förderung der Kastanienkultur "ARGE Zukunft Edelkastanie", der in der Steiermark tätig ist.

Ein Rundgang durch die Schule gab uns Einblick in die vielfältigen Lernziele dieser 3jährigen Landwirtschaftsschule.

                                    Am Tisch links Direktor Johannes Schantl

Danach Weiterfahrt zum  Wein- und Kastanienhof Klug.

Im Hintergund der  Wein- und Kastanienhof Klug, mit roter Jacke rechts Bauer Klug.

Der Bauernhof befaßt sich seit 20 Jahren intensiv mit Kastanienbäumen und pflanzte versuchsweise bis heute 15 verschiedene Sorten. Inzwischen besitzt er über 200 Kastanienbäume auf 4 Kastanienhainen verteilt. Der Hof liegt auf 450 m u.d.M.

linkes Bild: Wie wir sehen konnten, wurde auch er nicht vom Rindenkrebs verschont.  - Bild rechts: der "Kesterl" - Likör aus Kastanien, Kastanienhonig ...

Anschließend konnten wir noch seine Weinverarbeitunganlage besichtigen, wo er seinen Schilcher verarbeite, teils als "Schilcher-Sturm" und teils als vergorener Schilcher und Schilchersekt. Auch einen Kastanienlikör, "Kesterl" genannt, hatte er in seinem Hofladen im Angebot.

Am zweiten Tag besuchten wir den Kürbiskernölbauernhof Farmer-Rabensteiner in Bad Gams.

            Im Hofraum                                            Eingang zum Bauernladen

Dabei wurde uns von der Bäuerin persönlich erklärt, wie aus einen Kürbiskern das berühmte und gesunde Öl gewonnen wird.

Nachdem die Kürbisse maschinell auf dem Feld geerntet  und von der Hülle befreit werden, kommen sie in den Trockner. Danach können sie dann nach Bedarf gepreßt werden.

gemahlene Kerne werden geröstet            Ölpresse

Dabei werden die Kerne gemahlen, dann mit Wasser und Salz versetzt und bei ca. 80 Grad geröstet.  Danach erfolgt der Pressvorgang in der hydraulischen Ölpresse.

Da in dieser Gegend fast jeder moderne Bauernhof einen Bauernladen besitzt, kann man gleich anschließend das Kürbiskernöl für zuhause kaufen. Ein Liter Kürbiskernöl kostet hier ca. 15 Euro.

Der Obmann beim Einkauf - neben dem Öl gibt es auch viele andere Dinge aus dem Kürbiskernen, Schnäpse, Liköre, Säfte, Honig, und vieles mehr.

Danach Mittagessen auf der Burg Deutschlandsberg.

Weiterfahrt über die südsteirische Weinstraße mit Besuch der Kastanienkulturen beim Landesgut Remschnigg.

Das Landesgut Remschnigg befaßt sich unteranderem mit den Kastanienanbau und pflanzt vornehmlich die einheimische Kastaniensorte "Ecker" des gleichnamigen Baumschulers.

Danach wurden wir zu einer kleinen Weinkost auf der Remschniggalm (700 m Meereshöhe) beim Buschenschank der Familie Tertinjek eingeladen, wo  vergleichsweise ein Rotwein in einen Eichenholzfaß und einen Kastanienholzfaß ausgebaut, verkostet werden konnte.

Die Familie Tertinjek wohnt an der Grenze zu Slowenien und betreibt einen Buschenschank, Ferienwohnungen und einen Hofladen mit Fleischspezialitäten.

Am Abend machten wir noch einen Abstecher nach Graz, vor wir schon gleich beim Aussteigen einen Marronistand am Straßenrand bemerkten, den wir einen Besuch abstatteten.

In Graz gehört der Marronistand zum Stadtbild. Schon allein in der Altstadt zählten wir an die vier Stände an einem normalen Werktag. Der Preis der Kastanien beträgt 6 Euro für einen achtel Kilo. Die Saison fängt mit den ersten Kastanien Mitte September an und endet im April. Also statt Hamburger gibts in Graz Marroni!

Am letzten Tag besuchten wir noch den "Jagawirt", seines Zeichens feines Landgasthaus mit Sternen, Permakultur nach Holzer und Schweinezucht für seinen Fleischbedarf.

Eingang Wirtshaus                                 Permakultur

Schweinzucht mit Wildschweine gekreuzt, der Wirt sagt "Waldschweine" und das im ganzen Jahr im Freien.

Besichtigung von Schloß Stainz

Danach konnten wir noch die barocke Schloßkirche von Schloß Stainz anschauen, die eindrucksvoll die einstige Macht der Augustiner Chorherren bildlich vor Augen führte. Um 1785 wurde das Stift verstaatlicht und es zerfiel bis es 1840 Erzherzog Johann von Österreich um 225.000 Gulden kaufte und heute noch im Besitze seines Nachkommens Graf von Meran ist.

Barocke Kirche von Schloß Stainz

Zuletzt wurde noch das Fernwärmewerk "Nachwärme Gleimstätten" besichtigt. Es liefert Fernwärme an die umliegenden Gebäude und verkauft gleichzeitig auch Hackschnitzel an private Abnehmer. Der Preis pro KWH Wärme beträgt dort ca. 6 Cent.

Hackschnitzeldepot                                         Verbrennungsofen

Mit vielen neuen Eindrücken und Anregungen traten wir am Nachmittag die Heimreise an. Vielen Dank an den Obmann des Kastanienvereins Keschtnriggl, der die Fahrt organisiert hat und an Johannes Schantl, der uns in der Weststeiermark so manche Tür geöffnet hat. Vielen Dank.

Zu 4.)   Bericht über Törggeleausflug nach  Völlan am 24.10.09


Am Samstag, 24. Oktober 2009 veranstaltete der „Vinschgauer Kastanienverein“ seine jährliche, zu einer beliebten Tradition gewordene  Lehrfahrt. Diesmal ging’s ins Zentrum des Südtiroler Kastanienanbaues,  nach Völlan.


Dort besichtigten wir den neu  errichteten Themenweg über die Kastanie, deren Verbreitung, Geschichte und Kultur in Südtirol. In neun Stationen werden verschiede Aspekte angesprochen und  anschaulich dargestellt.

Start der Rundwanderung auf den Spuren der Kastanie!

Die Führung und Erklärung der Themenschwerpunkte übernahm der örtliche Föster Georg Salzburger, der uns viel Wissenswertes über die Kastanien sagen konnte.

Der Kastanienweg wurde auf Anregung des Bürgermeisters von Tisens und Völlan und zur Aufwertung der Kastanie in unserer Gesellschaft verwirklicht.

Mit der Themenbehandlung wurde das Forstinspektorat Meran mit Herrn Peter Klotz beauftragt, die auch die Realisierung dieses Themenweges leitete.

Finanziert wurde der Weg zum Großteil durch Fördergelder der EU.


• Botanische Bezeichnung der Kastanie und deren Zuordnung.

• Braten und Riggel


• Alter der Bäume. Sie können bis zu 400 Jahre erreichen.

  • Vergleich Mensch - Kastanienbaum


• Keltisches Baumhoroskop und Hildegard von Bingen


• Das Kastanienholz ist sehr widerstandsfähig, ein Verleich mit anderen Hölzern.

  • Der Kastanienbaum in unserer Kulturlandschaft


• Veredelung der Kastanienbäume

• Krankheiten der Kastanie

• Verbreitung der Kastanie in Europa ausgehend aus Kleinasien


• Vielfältige Flora und Fauna in Kastanienhainen

Ende des Kastanienweges


Schlachtplatte mit Kraut, dazu Eigenbauwein, Suser und Most und zur Nachspeise Kastanien und „Keschtnkrapfen“ gaben diesen Nachmittag einen schönen kulinarischen Abschluß.

Zu 5.) Bericht und Bilder der Lehrfahrt nach Labers - Burgstall vom 13.09.08.

Lehrausflug nach Labers – Burgstall des Vinschgauer Kastanienvereins.


Rund  50 interessierte  Mitglieder des „Vinschgauer Kastanienvereins“ waren am Samstag, 13.09. 2008 zur Lehrfahrt nach Labers – Burgstall aufgebrochen.
Am Vormittag stand der Kräuterhof der Laimburg, der Gachhof in Labers auf dem Programm. Sabine Schrott als Leiterin und Doris Trockner  betreuen und arbeiten auf dem 1 ha großen Kräuterhof und nahmen sich Zeit, uns ihre Kräuter zu zeigen und deren Vorzüge und Wirkungen zu erklären.
Beeindruckt von der Vielfalt dieser Kräuterwelten und deren vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten als einfache Kräutertees wie auch im medizinischen Bereich, zeigten uns auf,  wie viel Wissen und Weisheit nötig ist, um jede Pflanze zu kultivieren, zu ernten, zu trocknen und dann dem Menschen zur Linderung seiner Beschwerden und Wehwehchen zur Verfügung zu stellen.
Zum Mittagessen ging es weiter zum Hecherhof.

Im Hintergrund der Kräuterhof Gachhof - Referentinnen: Sabine Schrott und Doris Trockner

Im Bild die Gartenanlage - Aufmerksam werden die Kräuter begutachtet.

Vor der Kräuterspirale

 Danach spazierten wir weiter zum Oberhaidegger oberhalb Burgstall.

Dieser Hof wird von Laimer Johann bewirtschaftet und verfügt nun über ein ein Hektar großes neu angelegtes Kastanienhain. Wie wir alle sehen konnten, waren alle Kastanienbäume in einen ausgezeichneten Gesundheitszustand und voller Kastanienigel, die auf eine reichliche Ernte schließen lassen, obwohl das Kastanienhain erst vor einigen Jahren auf einen Steinerhaufen angelegt wurde.
Gute Bewässerung, Kompost und viel Liebe und Pflege zu den „Keschntnbam“ wird wohl das Erfolgsrezept dieses Kastanienbauern sein.
Weiter konnte er uns noch seine eigene Baumschule zeigen, wo ein reges Wachstum herrschte und auch hier seine Professionalität überall sichtbar wurde.
Abrunden konnten wir diesen Lehrausflug beim Gespräch über die Kastanien bei einer kleinen Marende und beim Anblick dieser gesunden  Kastanienbäume dachte wohl so mancher, dass einer rosigen Zukunft  der Kastanie nichts im Wege stehen werde.

Inzwischen hat es begonnen zu regnen, doch der Kastanienhain zieht alle in ihren Bann.

Eine Pophyrhalde wird in einen vorbildlichen Kastanienhain verwandelt!

Baumschule im eigenen Betrieb!

Alle begutachten mit Begeisterung die jungen Kastanienbäumchen!

Gemütlich klang der Tag aus und nach einen kleinen Abschiedsgeschenk machten wir uns wieder auf dem Heimweg.


Danach ging’s weiter zu einer zünftigen Törggelepartie auf demAnsitz Helmsdorf zwischen Völlan und Lana.