Südtirol - Vinschgauer Kastanienverein
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Willkommen auf der Webseite " www.kastanien.it " des

 "Vinschgauer Kastanienvereins"

Obmann: Gögele Max, Martin Theimer Str. 10 39028 Schlanders - Internet: Thoman Johann   -    Steuernummer: IT 91034510213

 und des

 Kastanienvereins "Keschtnriggl" Lana Tisens.

Obmann: Reiterer Hanspeter, info@katzenthalerhof.com, Magarethenweg 16, 39011 Lana
Tel. 0473-562181   Fax 0473-562754

und des

Eisacktaler Keschtnverein
Obmann: Mayr Martin    -   Handy: 328 4573857


Junge Kastanienbäume bei Laimer Hans:          Email: info@koesti.it -                                      Internet: WWW.koesti.it

Informationsseite

______________________Inhalt____________________________

  1. Einladung Vollversammlung "Vinschgauer Kastanienverein" am Freitag, 24. Februar 2017 um 19.00 Uhr, Raika Kastelbell
  2. 1. Rundschreiben 2017
  3. 1. Rundschreiben Februar 2016
  4. 10 Jahre Vinschgauer Kastanienverein
  5. Praktische Tipps beim Veredeln von Kastanienbäumen
  6. Veredeln im Spätsommer bringt Vorteile!

Unter Anbaugebiet Vinschgau finden sie den Artikel über "Kastanienanbau in Südtirol" von Laimer Hans, Dezember 2014

Bilder und Texte über die letzten Lehrfahrten können in dieser Internetseite auf "Rund um die Kastanie" und "Lehrfahrten" angeschaut und nachgelesen werden!


Zu 1.)


An alle Mitglieder des

Vinschgauer Kastanienvereins

Ihre

Schlanders, 28.01.2017

Betreff

Einladung zur 17 . Vollversammlung

Freitag, 24. Februar 2017

Im Raiffeisensaal Kastelbell ( Raiffeisenkasse Kastelbell)

Um 19.00 Uhr

Tagesordung:

1.Begrüßung durch den Obmann

2.Verlesung des Protokolls der letzten Vollversammlung

3.Bericht des Obmannes

4.Verlesung des Tätigkeitsbericht

5.Kassabericht und Entlastung der Rechnungsrevisoren

6.Kastanienanbau in Neuseeland von Christian Kofler, Algund

7.Kleine Diaschau über die letztjährige Lehrfahrt ins Val Sugana, Roncegno

8.Allfälliges

Gemütliches Beisammensein bei einer kleinen Marende und einem Glasl Wein.

Wir hoffen aufrege Teilnahme.

Mit freundlichen Grüssen

Der Obmann

Gögele Max


Zu. 2) 1. Rundschreiben 2017



1.Mitgliedsbeitrag

Diesem Rundschreiben liegt auch ein Einzahlungsschein für den Mitgliedsbeitrag 2017 bei. Der Beitrag beläuft sich heuer auf 15 Euro. Der Ausschuß des Vinschgauer Kastanienvereins bittet um die Bezahlung des Mitgliedsbeitrags, damit auch im Laufe dieses Jahres wieder verschiedene Veranstaltungen und Informationsblätter rund um den „Vinschgauer Kastanienanbau“ gemacht werden können. Vielen Dank im Voraus!

  1. Vollversammlung am Freitag, 24. Februar 2017Siehe Einladung!

3.Edelreiserschnitt und Veredelung

In der kalten Jahreszeit, wenn die Bäume noch in ihrer Winterruhe sind, ist es Zeit, die Edelreiser für die Veredelung zu schneiden. Günstiger Termin wäre nach dem Vollmond (also Mitte, Ende Februar). Der Kastanienverein wird auch Edelreiser schneiden und sie den Mitgliedern zur Verfügung stellen.

Lagerung der Edelreiser: Edelreiser in einen schwarzen Nylonsack,in einen feuchten Papiersackoder in einen feuchten Stoff einwickeln,verschließen und in einer Kühlzelle oder kühlen Keller bis zum Veredeln lagern. (Nicht mit Äpfel lagern!)

Günstiger Termin anfangs Mai (Vollmond 10. Mai), um den Vollmond.

4.Kastaniengallwespe

Die Kastaniengallwespe war auch letztes Jahr wieder ein Problem und führte mancherorts leider zu einen Minderertrag. Der Gegenspieler Torrymus Sinensis ist zwar ausgebracht worden, die Parasitierung ist aber noch nicht überall ausreichend, und Schäden zu vermeiden. Hoffen wir, daß es dieses Jahr besser wird.

5.Jungbäume

Jungbäume stehen für dieses Jahr wieder zur Verfügung. Es können ab sofort Bestellungen an die zuständigen Forststationen oder auch beim Forstinspektorart (Tel. 0473 736120) gemacht werden. Der voraussichtliche Preis beträgt ca. 10 Euro pro Baum. Sind allerdings im Wuchs etwas kleiner, aber von der Sorte her echte Marroni. Wenn die Bäume unter einen Meter sind, sollte man sie vielleicht ein Jahr im Hausgarten vorschulen und dann erst in den Kastanienhain auspflanzen.

Auch bei Laimer Hanskönnen Kastanienbäume bestellt werden, kosten allerdings das Doppelte. Für höhere Anbaulagen sind auch Edelkastanien erhältlich.Edelkastanien blühen stärker undreifen früher als Marroni.(Tel. 347 7374486)

6.Saubermachen im Kastanienhain

Nicht nur in den Obstanlagen sollte man einmal im Jahr Reisig und Laub aufmulchen, ebenso auch in den Kastanienhainen.Sträucherund Wurzel- oder Stammausschläge sind abzuschneiden. Wo man mit einem Mulchgerät nicht hinkommt, können das Laub und Sträucher auch kompostiert oder auch verbrannt werden. Beim Verbrennen muß vorher jedoch dem örtlichen Förster und Feuerwehrkomandanten und unter der Notrufnummer 115 Bescheid gesagt werden. (Auf Waldbrandgefahr achten!

7.Baumschnitt

Der Baumschnitt wurde heuer noch nicht begonnen, weil zur Zeit keine Baumschneider zur Verfügung stehen. Sollte es zeitlich noch ausgehen, werden die Baumschneider vom Raum Meran noch Sanierungen durchführen.

Anfragen können laufend an die zuständige Forststation, Forstinspektorat (Tel. 0473 736120) oder Förster gemacht werden. Der Unkostenbeitrag für einen Baum schneiden beträgt 25 Euro, den Rest von 40 Euro zahlt das Amt für Obst- und Weinbau dazu.

8.Kastanienwickler

Da der Kastanienwickler doch einige Schäden bei den Kastanien anrichten kann, möchten wir im kommenden Jahr einige Pheramonfallen aufhängen, um den genauen Flug und die Stärke des Fluges des Kastanienwicklers zu ermitteln, um vielleicht geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Versuchsanstalten von San Michele und die Laimburg werden die Erhebungen begleiten und dann auswerten.

9.Rundschreiben als Email erhalten.

Wer die technischen Möglichkeiten hat, kann das Rundschreiben und sonstige Einladungen als Email erhalten. Uns würde damit viel Arbeit und auch Kosten erspart werden. Wer dies wünscht, soll an unser Büro ( forstinspektorat.schlanders@provinz.bz.it ) eine Email schicken und den Wunsch äußern, damit wirdan die betreffenden Mitglieder nur mehr elektronisch die Post verschicken. Wir bitten dieses Angebot zu benützen.

10.Internetseite

Der Vinschgauer Kastanienverein unterhält mit dem Kastanienverein „Keschtnriggl“ aus Tisens und jetzt auch mit dem„Eisacktaler Keschtnverein“ eine Internetseite, wo auch jederzeit unsere Rundschreiben, Fachwissen und Neuigkeiten über den Kastanienanbau nachgelesen werden können. www.kastanien.it

Der Obmann – Gögele Max







zu 3.)

Vinschgauer Kastanienverein – 1. Rundschreiben 2016
www.kastanien.it


1.    Mitgliedsbeitrag
Diesem Rundschreiben liegt auch ein Einzahlungsschein für den Mitgliedsbeitrag 2016  bei. Der Beitrag beläuft sich heuer auf 15 Euro. Der Ausschuß des Vinschgauer Kastanienvereins bittet um die Bezahlung des Mitgliedsbeitrags, damit auch im Laufe dieses Jahres wieder verschiedene Veranstaltungen und Informationsblätter rund um den „Vinschgauer Kastanienanbau“ gemacht werden können. Vielen Dank im Voraus!


2.    Vollversammlung am Freitag, 11. März 2016   Siehe Einladung!



3.    Edelreiserschnitt und Veredelung
In der kalten Jahreszeit, wenn die Bäume noch in ihrer Winterruhe sind, ist es Zeit, die Edelreiser für die Veredelung zu schneiden. Günstiger Termin wäre nach dem Vollmond (also  Ende Februar). Der Kastanienverein wird auch Edelreiser schneiden und sie den Mitgliedern zur Verfügung stellen.
Lagerung der Edelreiser: Edelreiser in einen schwarzen Nylonsack,  in einen feuchten Papiersack  oder in einen feuchten Stoff einwickeln,  verschließen und in einer Kühlzelle oder kühlen Keller  bis zum Veredeln lagern.
Günstiger Termin anfangs Mai (Vollmond 4. Mai), um den Vollmond.


Auf Baumausschlägen veredelte Kastanienbäume können ein rasches Baumwachstum erreichen, da bereits viele Wurzeln vorhanden sind.

4.    Kastaniengallwespe
Inzwischen ist der Parasitierungsgrad  durch den Torrymus sinensis sehr gut ist und dieser Schädling kaum mehr eine negative Rolle spielen wird.  Schon die letzte Ernte war daher zufriedenstellend und es ist in den nächsten Jahren eine normale Kastanienernte zu erwarten.



5.    Jungbäume
Jungbäume stehen für dieses Jahr wieder zur Verfügung. Es können ab sofort Bestellungen an die zuständigen Forststationen oder auch beim Forstinspektorart (Tel. 0473 736120) gemacht werden. Der voraussichtliche Preis beträgt ca. 10 Euro pro Baum.
Auch bei Laimer Hans   können Kastanienbäume bestellt werden, kosten allerdings das Doppelte. (Tel. 347 7374486)


6.    Saubermachen im Kastanienhain
Nicht nur in den Obstanlagen sollte man einmal im Jahr Reisig und Laub aufmulchen, ebenso auch in den Kastanienhainen.  Sträucher  und Wurzel- oder Stammausschläge sind abzuschneiden. Wo man mit einem Mulchgerät nicht hinkommt, können das Laub und Sträucher auch kompostiert oder auch verbrannt werden. Beim Verbrennen muß vorher jedoch dem örtlichen Förster und Feuerwehrkomandanten und unter der Notrufnummer 115  Bescheid gesagt werden. (Auf Waldbrandgefahr achten!



7.    Baumschnitt
Der Baumschnitt wurde  heuer wieder mit finanzieller Unterstützung vom Land durchgeführt. Es wurden heuer 275 Bäume geschnitten, von der Baumschneidgruppe Tirler Moritz aus Kastelruth.
 Anfragen für nächsten Winter können  an die zuständige Forststation, Forstinspektorat (Tel. 0473 736120)  oder Förster gemacht werden. Der Unkostenbeitrag für einen Baum schneiden beträgt 25 Euro.



8.    Rundschreiben als Email erhalten.

Wer die technischen Möglichkeiten hat, kann das Rundschreiben und sonstige Einladungen als Email  erhalten. Uns würde  damit viel Arbeit und auch Kosten erspart werden. Wer dies wünscht, soll an unser Büro ( forstinspektorat.schlanders@provinz.bz.it ) eine Email schicken und den Wunsch äußern, damit wird  an die betreffenden Mitglieder nur mehr elektronisch die Post verschicken. Wir bitten dieses Angebot zu benützen.


     
9.     Internetseite
Der Vinschgauer Kastanienverein unterhält mit dem Kastanienverein „Keschtnriggl“ aus Tisens eine Internetseite, wo auch jederzeit unsere Rundschreiben, Fachwissen und Neuigkeiten über den Kastanienanbau nachgelesen werden können. www.kastanien.it




Der Obmann – Gögele Max






In unzugänglichen Kastanienhainen kann das Laub und die Igel auch verbrannt werden. Vorher jedoch Feuerwehr und Förster informieren!
















 Zu 4.)

  Vinschgauer Kastanienverein – 1. 

zu 6.)    Bericht:

10 Jahre "Vinschgauer Kastanienverein"

Bis auf dem letzten Platz war der Raiffeisensaal in Kastelbell bei der letzten Vollversammlung des „Vinschgauer Kastanienvereins“  am 25. Februar 2011 gefüllt.


Am 9. März 2001 wurde im Vereinssaal von Galsaun der Vinschgauer Kastanienverein gegründet und wer die letzten zehn Jahre zurückschaut, kann viele Anregungen und Erfolge für unsere Kastanienkultur im Vinschgau beobachten. Weiters kann  gesagt werden, daß unser Verein inzwischen Schule gemacht hat und auch im Meraner Raum vor fünf Jahren und im Eisacktal dieser Tage  ein Kastanienverein gegründet wurde bzw. wird.


Obmann Kofler Paul begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder aufs herzlichste und ging in seinem Bericht über das abgelaufene Kastanienjahr und das kommende ein. Er berichtete über die einzelnen Tätigkeiten, wie Veredelung im Frühjahr, Baumschnitt,  das jährliche Pflanzen zahlreicher Jungbäume und des weiteren Kampfes gegen die Kastaniengallwespe, die sich inzwischen auch in Schlanders ausgebreitet hat. Und er hofft,  daß mit Hilfe des Landesamtes für Obst- und Weinbau der Hautflügler Torymus chinensis  als Gegenspieler der Kastaniengallwespe erfolgreich angesiedelt werden kann. Durch die starken Niederschläge im August und September letzten Jahres war eine gute Erntemenge    mit schönen Fruchtgrößen geerntet worden, die dann aber den Markt überschwemmte und einen schleppenden Absatz mit oft absolut ungenügenden Erlösen bescherte. Er forderte die Mitglieder auf, ihre Kastanien mittels Wasserbad zu behandeln, damit man sie länger  gelagert werden können und deshalb später in den Verkauf gelangen, damit der Preis auf einen Niveau von 4 bis 5 Euro gehalten werden kann und gleichzeit die Qualität verbessert werden kann. 



Nach einigen Bildern über die letzte Lehrfahrt,  gingen wir zum gemütlichen Teil über und diskutierten bei einem Glas Wein  auch über die letzten 10 Jahre des Vinschgauer Kastanienvereins.

 

Gemeinden und Fraktionen werden Kastanienbäume vom Land  unentgeltlich zur Verfügung gestellt.

6. Saubermachen im Kastanienhain
Nicht nur in den Obstanlagen sollte man einmal im Jahr Reisig und Laub aufmulchen, ebenso auch in den Kastanienhainen.  Sträucher  und Wurzel- oder Stammausschläge sind abzuschneiden. Wo man mit einem Mulchgerät nicht hinkommt, können das Laub und Sträucher auch kompostiert oder auch verbrannt werden. Beim Verbrennen muß vorher jedoch dem örtlichen Förster und Feuerwehrkomandanten und unter der Notrufnummer 115  Bescheid gesagt werden. (Auf Waldbrandgefahr achten!)


7. Baumschnitt
Auch heuer kommen wieder die Baumschneider. Wer Kastanienbäume zu schneiden hat, kann dies beim zuständigen Förster melden. Der Preis für den Bauer beträgt 5 Euro pro Baum, den Rest von 60 Euro übernimmt das Amt für Obst und Weinbau.
 
8. Neuer Forstinspektor
Seit 1. Dezember 2010 haben wir in Schlanders einen neuen Forstinspektor. Es ist Mario Pröll und kommt aus dem Fleimstal. Wir wünschen ihm viel Glück und Engagement auf seinen neuen Arbeitsplatz und auf eine gute Zusammenarbeit.


9. Rundschreiben als Email erhalten.
Wer die technischen Möglichkeiten hat, kann das Rundschreiben und sonstige Einladungen als Email zu erhalten. Uns würde uns damit viel Arbeit und auch Kosten erspart werden. Wer dies wünscht, soll an unser Büro (
forstinspektorat.schlanders@provinz.bz.it ) eine Email schicken und den Wunsch äußern. Damit wird  an die betreffenden Mitglieder nur mehr elektronisch die Post verschickt und keine Briefe mehr. Wir bitten dieses Angebot zu benützen.


     
10.  Internetseite
Der Vinschgauer Kastanienverein unterhält mit dem Kastanienverein „Keschtnriggl“ aus Tisens eine Internetseite, wo auch jederzeit unsere Rundschreiben, Fachwissen und Neuigkeiten über den Kastanienanbau nachgelesen werden können.
www.kastanien.it

Bilder und Texte zu den Lehrfahrten können auf unserer Internetseite  www.kastanien.it unter „Rund um die Kastanie“ unter „Lehrfahrten“ nachgeschaut und nachgelesen werden.

Der Obmann – Kofler Paul

            

zu 5.)

 Von Laimer Hans

PRAKTISCHE TIPPS BEIM VEREDELN VON KASTANIENBÄUMEN

Wieso wird veredelt?

Bereits im 15. und 16. Jahrhundert wurden Tisens und Völlan für seine köstlichen        „Pelzköschtn“ bekannt. Früher war man der Meinung, dass man auch durch das Pflanzen von sogenannten Wipfelköschtn (große Kastanien von Wildbäumen im Gipfelbereich) gute Qualitätskastanien gewinnen kann. Das stimmt nur zum Teil. Es können zwar großfrüchtige Sorten entstehen, es handelt sich aber immer nur um Wildlinge, die in Qualität und Geschmack selten mit Veredelten vergleichbar sind. Grundsätzlich sollten nur Marroni (Gelbe) veredelt werden, um die beste Qualität zu erzielen. Diese stellen jedoch höhere Ansprüche an Boden, Bewässerung und Klima, und sind deshalb nicht für alle Lagen geeignet.


Wann und wie wird veredelt?  

Die beste Zeit zum Veredeln ist von Anfang April bis Mitte Mai. Okulieren und Chippen kann man auch im August. Vielfach wird behauptet, dass der Mond eine große Rolle spielt. Wichtiger erscheinen aber die Qualität der Edelreiser und die Witterung. Zu starke Hitze und Wind führen zu einem schnellen Austrocknen des Edelreises. Als geeignete Methoden haben sich die Kopulation, das Chippen und das Okulieren erwiesen. Die Unterlage sollte bei diesen  Veredlungsvarianten nicht älter als ein Jahr sein. Durch das dünne Holz wird die Angriffsfläche für den Kastanienrindenkrebs so gering wie möglich gehalten zudem verheilt die Wunde schneller. Weitere Veredelungsarten sind das Röhrln und der Geißfuss. Durch richtige und anhaltende Pflege sind auch hier gute Erfolge möglich.


Auf was ist beim Veredeln zu achten?

Größter Aufmerksamkeit bedarf die Lagerung der Edelreiser. Diese sollten in der Vegetationsruhe von Mitte Januar bis Ende Februar geschnitten werden.
Die angeblichen (bekannten) Schwierigkeiten beim Kastanienveredeln sind zum größten Teil (meistens) auf die falsche Lagerung der Edelreiser zurückzuführen
Früher wurden diese meistens im Keller in feuchtem Sand aufbewahrt, wo sie trotz allem teils vertrockneten. Bei der richtigen Lagerung in einer Kühlzelle mit hoher Luftfeuchtigkeit (nicht gemeinsam mit Äpfeln!) kann man durchaus mit einer Anwachsrate von 70 bis 80% rechnen. Beim Veredeln sollte auf eine saubere Schnittführung geachtet werden. Anschließend muss die Stelle verbunden und mit einem Wachs versiegelt werden. Sollten mehrere Veredelungen durchgeführt werden, ist es von Vorteil, öfters die Schnittwerkzeuge mit Alkohol zu desinfizieren um das Übertragen von Rindenkrebs zu verhindern.


Ausschläge aus Wurzelstöcken eignen sich besonders gut, um schnell große Kastanienbäume zu bekommen.

Auf was ist nach dem Veredeln zu beachten? 

Nach vier Wochen wird das Band um die Veredelungsstelle entfernt. Die neuen Triebe müssen sobald als möglich an einem Bambusstab befestigt werden, um sie vor Windbruch zu schützen. Konkurrenztriebe unterhalb der Veredelungsstelle müssen fortlaufend entfernt werden.
Die Veredelung selbst macht nur einen kleinen Teil des Erfolges aus. Wichtiger ist die Pflege in den darauf folgenden zwei bis drei Jahren.
Wie es so schön heißt “mit Pflanzen muss man sprechen“. Dieser Satz hat sicherlich seine Berechtigung. Gemeint ist natürlich nicht das Sprechen sondern eine sorgfältige Beobachtung und Pflege. Diese bewirkt wahre Wunder.

Wo kann man das Veredeln lernen?  

Seit dem Bestehen des Kastanienvereins Keschtnriggl werden im Frühjahr oder  Sommer Veredelungskurse angeboten, so  wie auch heuer wieder (siehe Einladung). Mehrere positive Beispiele der letzten Jahre zeigen, dass es sich lohnt “selbst“ zu veredeln.
Durch den persönlichen Erfolg entsteht wieder mehr Freude zum Kastanienanbau.

Laimer Johann
Kastanienverein Keschtnriggl 


 

Zu 6.)

Veredeln mit Spätsommer bringt Vorteile!

Äuglen oder auch Chippen genannt, kann man das ganze Jahr und ist vielleicht in hinblick auf den Kastanienrindenkrebs besser, weil eine kleinere Wunde dabei entsteht.

Im Spätsommer ist die Zeit für diese einfache Veredelungsform optimal.

Mit dem Veredelungsmesser wird ein "Auge" herausgeschnitten.

Das "Auge wird auf dem zu veredelden Wildling eingesetzt.

Danach mit einen durchsichtigen, dünnen Plastikband festgebunden. Nach 2 bis 3 Wochen ist das "Auge" so weit angewachsen, daß das Plastikband entfernt werden kann.

Im Frühjahr wird dann der 1jährige Trieb auf dieses Auge zurückgeschnitten, damit aus diesem "Auge" die neue Baumfortsetzung kräftig wachsen kann.

Das Hauptreferat hielt dann Hans Laimer aus Burgstall, der sich  über die richtige Ernte, Lagerung und Verkauf auseinandersetzte und uns dabei viele Möglichkeiten aufzeigte. Bei der Ernte sei es wichtig alle Kastanien aufzusuchen und dies in fast täglichem Rhythmus, um einen Pilzbefall der Kastanien vorzubeugen. Gemähte und steinfreie Oberflächen  begünstigen eine effiziente Ernte. Nach der Ernte sollten die Kastanien auf jedem Fall in ein kaltes Wasserbad, kleine Mengen in Wimmsteigen, größere auch in Großkisten gegeben werden und sie je nach Bedarf bis zu 10 Tagen dort zu belassen. Teilweiser Wasserwechsel ist sicher vom Vorteil. Wenn sie die ganze Zeit im Wasser bleiben, fangen sie eine Gärung an. Dabei wird der Pilze verfügbare Zucker in Milchsäure umgewandelt und die Kastanien können dadurch bis zu 4 mal solange halten, das heißt, dass eine Lagerung bis Weihnachten ohne Qualitätseinbußen möglich ist. Damit wäre eine Verlängerung der Verkaufssaison und eine Verbesserung der Preise gesichert. Nur durch eine gute Qualität sind  die Kunden zufrieden und  kommen auch später wieder, um weitere Kastanien zu kaufen.
 Zahlreiche Fragen zu diesem Thema zeigten das Interesse der Mitglieder und das Bemühen sich mit diesem Thema auch bei der nächsten Kastanienernte intensiver zu befassen und es in der Praxis anzuwenden.Vinschgauer Kastanienverein:
Dank unserer Kollegen aus dem Vinschgau gibt es wieder die Schilder mit dem Verbot des Kastanien-aufhebens. Wer daran Interesse hat kann sich gerne bei uns melden. Auch möchten wir  wieder darauf hinweisen, dass es eine Internet Adresse von unseren Vereinen gibt die Adresse lautet   www. kastanien.it .Preisorientierung :
1. Bis 55 Stück                             =         €.-  5,00
2. Von 55 Stück bis 80 Stück      =        €.-  4,00
3. Von 80 Stück bis 100 Stück    =        €.-  3,00
Das sind Richtpreise,  für  GUT SORTIERTE  und  EINWANDFREIE Kastanien. info@katzenthalerhof.com Fax: 0473/554798 oder Tel: 0473/562181


3. Besichtigung Sortiermaschine Comas
Diese handliche und relativ günstige Sortiermaschine (ca. 1300 Euro), ist eine große Erleichterungund auch für kleinere Betriebe erschwinglich.
Nach erfolgreich bestandener Testphase während der Letzen Kastaniensaison haben Interessierte nun die Möglichkeit, diese Maschine im Einsatz zu sehen.
Bild: Sortiermaschine der Marke Comas in Verbindung mit einem Förderband, wo gleichzeitig mit dem Sortiervorgang die Schlechten zuerst entfernt werden. Das Förderband kann auch durch ein einfaches etwas schräg gestelltes Brett ersetzt werden. Somit ist eine Sortierleistung von 150 bis
200 Kg in der Stunde möglich.
2. Kastanienrindenkrebs erkennen und behandeln.
Aufgrund der Zunahme von Kastanienrindenkrebs in den letzten Jahren ist es wichtig, den
Anfangsbefall sofort zu erkennen und mit den nötigen Maßnahmen zu behandeln. Dadurch
könnten viele, vor allem junge Bäume, gerettet werden.
Gleichzeitig wird den Teilnehmern der Unterschied zwischen aggressiven Krebsstämmen und
hypervirulenten Krebsstämmen aufgezeigt.Der Obmann – Hanspeter Reiterer
Lana,Kastanienverein „Keschtnriggl“


Mitgliedsbeitrag
Diesem Rundschreiben liegt auch ein Einzahlungsschein für den Mitgliedsbeitrag 2014  bei. Der Beitrag beläuft sich heuer auf 12 Euro. Der Ausschuß des Vinschgauer Kastanienvereins bittet um die Bezahlung des Mitgliedsbeitrags, damit auch im Laufe dieses Jahres wieder verschiedene Veranstaltungen und Informationsblätter rund um den „Vinschgauer Kastanienanbau“ gemacht werden können. Vielen Dank im Voraus!
                  Dr. Stefano Minerbi – Abteilung Forstwirtschaft
Reiter Hanspeter entschuldigt Dr. Klaus Hellrigl, anerkannter Forstpathologe aus Brixen und übergibt Dr. Stefano Minerbi das Wort, der über den Stand der biologischen Gallwespenbekämpfung berichtet.